Keupstraße, Köln-Mülheim50.9657° N · 7.0083° E

Çağan Varol

Forschung zu institutionellem Rassismus, Migration und Stadtpolitik

  • Sozialwissenschaftler
  • Kritischer Rassismusforscher
  • Autor

Kartendaten: © OpenStreetMap contributors

Kurzbiografie

Çağan Varol ist Sozialwissenschaftler in Köln. Er arbeitet zu institutionellem Rassismus, Migrationspolitik, Stadtpolitik und Erinnerungspolitik, mit der Kölner Keupstraße als zentralem Fallbeispiel. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen studierte er Sozialwissenschaften und Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Im Juni 2026 verteidigte er seine Dissertation an der Hochschule München. Im Dezember 2026 erscheint sein Buch „Rassifizierte Topographien“ bei transcript.

Hier versammelt: seine Forschung, seine Essays, Rezensionen und Interviews für Zeitschriften und Magazine sowie zwei Dossiers zum NSU-Komplex und zur Keupstraße.

Ausgewählte Forschung

Alle Publikationen

Buch

  • Erscheint Dezember 2026
  • transcript Verlag, Bielefeld
  • Reihe Urban Studies

Rassifizierte Topographien. Über die Problematisierung von Migration im städtischen Raum

Die Studie zeichnet nach, wie eine migrantische Geschäftsstraße in Köln seit dem Anwerbestopp von 1973 stigmatisiert wurde: ethnografisch und genealogisch, entlang der offiziellen und medialen Deutungen von „Brennpunkten“ und „Parallelgesellschaften“ und der Gegennarrative der migrantischen Bewohner:innen.

Buchumschlag: Rassifizierte Topographien. Über die Problematisierung von Migration im städtischen Raum

Neueste Texte

Alle Texte
Eine Stele aus gebürstetem Stahl zwischen grauen Ziegelpfeilern mit eingraviertem Text: „Zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Probsteigasse am 19. Januar 2001. Den Opfern rassistischer Gewalt gewidmet“, gezeichnet vom Rat der Stadt Köln; links das Zitat einer Überlebenden.
Köln, Probsteigasse: Gedenkstele der Stadt für den Anschlag vom 19. Januar 2001. Ihr Text hält fest, dass die Polizei „vornehmlich im Umfeld der Betroffenen“ ermittelte und die Opfer so „in der öffentlichen Wahrnehmung zu Tätern“ wurden.

Der rechte Terror des NSU, die ausgebliebene Aufklärung und der Kampf um das Gedenken an die Opfer: seit 2011 ein Schwerpunkt seiner Forschung, seiner Texte und seiner Erinnerungsarbeit – von der Beobachtung des Untersuchungsausschusses in Nordrhein-Westfalen bis zur Expertise für ein bundesweites Dokumentationszentrum.

Zum Dossier NSU-Komplex

Erinnerungsarbeit

  1. Beobachtung

    Beobachter des NSU-Untersuchungsausschusses im Landtag Nordrhein-Westfalen (extern)

    Landtag Nordrhein-Westfalen, NSU-Untersuchungsausschuss

Blick die Keupstraße hinunter während des Birlikte-Fests: Marktstände, türkische Fahnen, ein Banner „Keupstr.“ über der Straße, dahinter die Bühne mit dem Schriftzug Birlikte; im Vordergrund zwei Polizisten der NRW-Polizei mit dem Rücken zur Kamera.
Birlikte – Gedenken & Kulturfest in der Keupstraße, Juni 2024, zwanzig Jahre nach dem Anschlag: Polizei vor der Bühne.Foto: Çağan Varol

Keupstraße, Köln-Mülheim50.9657° N · 7.0083° E

Eine Geschäfts- und Wohnstraße in Köln-Mülheim, gut 400 Meter lang: wie sie fünfzig Jahre lang als Problem beschrieben wurde, der Nagelbombenanschlag von 2004, das Ringen um das Gedenken und die Stadtpolitik – der Fall seiner Dissertation und seines Buches „Rassifizierte Topographien“.

Zum Dossier Keupstraße

Kontakt

Anfragen zu Forschung, Vorträgen und Texten.

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0009-0004-2912-1751(extern)

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